Wie sonst zur Afuprüfung?

Der Kurs ist auf der Zielgeraden angekommen: Nur noch ein paar Wochen und wir sind durch!

Ich kriege weiterhin E-Mail mit der Bitte um Rat: Wie komme ich zur und durch die Amateurfunkprüfung?

Hier meine Ideen dazu. Ich veröffentliche das hier, statt nur die konkrete Email zu beantworten. Dann haben (vielleicht) andere auch etwas davon.

Wiederholung: Nicht geplant.

Zunächst einmal: Ich persönlich plane nicht, in absehbarer Zeit wieder einen Lizenzkurs anzubieten. (Dagegen habe ich Pläne für Weiterbildungsveranstaltungen. Etwas Richtung “Schaltungen verstehen” wäre wahrscheinlich diesen Herbst gekommen, wenn der Kurs nicht dazwischengekommen wäre.)

Grundsätzliches zum Amateurfunk

Grundsätzliche Informationen finden sich auf www.darc.de unter dem Reiter “Einsteiger”. Die Dinge dort sollte in Ruhe durchschauen, wer sich fürs Hobby interessiert. Besonders wichtig sind folgende Punkte, die sich dort finden:

Kontakt mit Funkamateuren

Wer Kontakt mit Funkamateuren aufnehmen will, kann sich von der Distriktliste zu den Ortsverbänden (OV) durchhangeln. In der Regel freut sich ein OV, wenn beim OV-Abend jemand Interessiertes neu auftaucht! Ich empfehle, sicherheitshalber ein paar Tage vorher beim “Ortsverbandsvorsitzenden” (OVV) anzurufen und zu fragen, ob es an dem konkreten Abend passt.

Wer dem DARC beitritt, tritt in der Regel einem OV bei. Nur: Welchem?

In einem typischen OV werden Neuankömmlinge freundlich empfangen und es herrscht überhaupt ein unterstützendes, freundliches Klima.

Verschiedene OVs haben verschiedene Spezialitäten. Wer die eigenen Interessen schon kennt, kann gezielt einem passenden beitreten. Ansonsten einen OV suchen, der aktiv zu sein scheint.

Es ist geschickt, zunächst einmal zwei oder drei verschiedene OVs zu besuchen und sich dann zu entscheiden. Die OV-Entscheidung ist schon wichtig, aber sie ist auch nicht über zu bewerten: Es ist sowieso eine gute Idee, im Geiste guter Nachbarschaft Veranstaltungen anderer OVs zu besuchen, auch wenn man sich im eigenen pudelwohl fühlt. Und, wenn nicht oder irgendwann nicht mehr, ist ein OV-Wechsel in aller Regel problemlos möglich.

Es gibt einige überregional tätige OVs, die man aber auf der DARC-Webseite schlecht findet. Mit D23 (Funkamateure aus dem Umfeld des Chaos Computer Clubs, ist in Berlin recht stark vertreten) habe ich gut-nachbarschaftliche Kontakte, den kann ich empfehlen.

Mir waren sonst bisher nur die anderen beiden überregionalen D-OVs geläufig, auch wenn ich mit ihnen persönlich noch weiter nichts zu tun hatte. Im Verlauf der Recherche für diese Seite habe ich erstaunt festgestellt, dass es noch etliche weitere überregionale OVs gibt. Bis auf D23 kenne ich diese OV nicht persönlich, kann also weder zu- noch abraten. Hier ist die Liste: A55, C73, D22, D23, D24, E16, F76, G73, H60, K26, L33, P62, R55, U73, Y73.

Man kann sich auch einfach an den ortsmäßig nächsten OV halten. Auf der Homepage des DARC gibt es eine passende Suchfunktion.

Die offizielle Seite

Wenn man auf www.bundesnetzagentur.de das Stichwort “Amateurfunk” in die Suche eintippt, findet man die Leitseite der BNetzA zum Thema Amateurfunk.

Dort finden sich unter anderem die offiziellen Fragenkataloge. Was für “Fragenkataloge”? Die Amateurfunkprüfung läuft im Wesentlichen nach dem “Multiple Choice”-Verfahren ab. (Ausnahme: Wer zunächst knapp durchfällt, kann in einer sofortigen mündlichen Nachprüfung doch noch bestehen.) Ähnlich wie bei der Führerscheinprüfung ist die Liste der Fragen, die dabei gestellt werden können, vorher bekannt: Durch die Fragenkataloge. (Theoretisch behält sich die BNetzA das Recht vor, auch andere, ähnliche Fragen zu stellen. Praktisch passiert das nicht).

Irgendwann demnächst: Alles wird anders.

Ich schreibe dies im September 2021. Es wetterleuchtet schon seit Jahren am Horizont, dass Amateurfunkverordnung, Fragenkataloge und Prüfungen novelliert werden sollen. Vielleicht kommt es nach der gerade anstehenden Bundestagswahl und Regierungsbildung demnächst tatsächlich dazu?

Nach Einführung des neuen Fragenkatalogs wird wahrscheinlich noch ein halbes Jahr lang die Möglichkeit bestehen, sich auch nach dem alten Fragenkatalog prüfen zu lassen.

Lernfortschrittskontrolle

Ich empfehle sehr, beim Lernen kontinuierlich den eigenen Lernfortschritt zu überprüfen: Dazu passend zum schon gelernten Stoff die entsprechenden Fragen von einer geeigneten Software sich als Probeprüfung stellen lassen.

Leider sind die Fragenkataloge der BNetzA undidaktisch sortiert. Es ist nützlich (aber leider etwas aufwändig), so einer Software beizubringen, welche Fragen im eigenen Lernplan schon dran waren. (Leider bietet nicht jede Amateurfunk-Prüfungsvorbereitungssoftware diese Möglichkeit.)